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Rechtsanwälte
Victor v. Bothmer &
Uwe Heichel
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AG Dortmund 120 C 14181/91, Urteil vom 05.02.1992

Leitsatz

Zeigt der Hauptwasserzähler einen bis zu 25% höheren Verbrauch an als die Summe der Einzelwasserzähler des Hauses, so ist die vom Hauptwasserzähler angezeigte Verbrauchsmenge nach dem Verhältnis aufzuteilen, das sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Anzeige der Einzelwasserzähler untereinander ergibt.

Aus den Gründen:

Das Gericht ist der Auffassung, daß die Klägerin gem. § 315 BGB berechtigt ist, die Wasserverbrauchsküsten für die Mieter entsprechend den Messungen der Einzelzähler umzulegen. Dieser Maßstab birgt zwar auch Fehlerquellen (bis zu 25%) in sich, erscheint dem Gericht aber noch wesentlich objektiver, als andere auch als zulässig erachtete Umlageschlüssel wie z.B. Personenzahl oder Quadratmeterzahl. Die Klägerin, die nicht im Hause wohnt, hat dadurch keine Vorteile, sondern versucht nur ihre, ihr objektiv entstandenen Unkosten zu decken. Die Klägerin hat sich auch bemüht, Fehlerquellen bei diesem Verfahren nach Möglichkeit auszuschließen.

Quelle: DWW 1992, 180